Parfum in Zeiten von Corona

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(Beim folgenden Produkt handelt es sich um eine kostenfreie Probegröße und ich gebe hier meine persönliche Erfahrung wieder. Falls ich den Beitrag aus rechtlichen Gründen trotzdem als „Werbung“ kennzeichnen muss, tue ich dies hiermit.)

Eigentlich sollte man meinen, dass Wohlgeruch in Videokonferenzen keine Rolle spielt, genauso wie es egal ist, was sich unterhalb des Bildausschnittes abspielt – Jogginghose, Unterhose, keine Hose. Das haben wir zumindest gedacht, bis wir durch das Kursieren verschiedenster „Fail“-Videos eines Besseren belehrt wurden. Gut aber, dass man riechen kann, wie man will, ohne jemand anderen zu belästigen oder sich selbst zu blamieren. Daher verwende ich derzeit mehr Parfum als in meinem analogen Vorleben. Dieses Pröbchen zum Beispiel ist jetzt leer:

ZADIG & VOLTAIRE – THIS IS HER!
EAU DE PARFUM POUR ELLE

Das französische Modehaus Zadig & Voltaire nimmt für sich in Anspruch, „legere, unkonventionelle, rockig anmutende Mode mit einem Hauch kühler Eleganz“ zu kreieren. Künstlerische Leiterin des Hauses ist Cecilia Bönström. Das Parfum dazu wurde 2016 von den Nasen Sidonie Lancesseur und Michel Almairac erschaffen. Letzterer wird auf flaconi.de zitiert mit der Äußerung:

„Für THIS IS HER! habe ich mir eine Rockband vorgestellt, die in einem Pariser Apartment einen abgefahrenen Song spielt.“

Wie riecht das also? Nach Schweiß? Nicht ganz. Oder ganz und gar nicht. Im Werbetext heißt es weiter: „Der Duft einer freien, rebellischen Frau. Eine sinnliche Mischung aus Vanille und Kastanie, kombiniert mit einer rockigen Basisnote aus Sandelholz.“
Spielt die Frau in der Rockband mit? Wenn ja, welches Instrument? Hier die Duftmitspieler in der ungefähren Reihenfolge ihres Auftretens:

Kopfnoten: Rosa Pfeffer, arabischer Jasmin („Sambac-Jasmin“), Seidenbaumblüte

Herznoten: Kastaniencreme, Vanille

Basisnoten: Sandelholz, Kashmir-Holz

Die Parfum-Seite Fragrantica.com bezeichnet den Duft als „woody, floral and gourmand„. Das trifft es meiner Meinung nach gut. THIS IS HER! spielt kein filigranes Tralala, sondern kommt ziemlich dick daher, Bäm in Your Face: Holz, Blume, Vielfraß. Vielleicht ist das der Rockband-Aspekt: keine Zwischentöne, sondern gerade heraus drei Akkorde anhaltend laut gespielt.

THIS IS HER! hat in seiner Art einen gewissen Reiz, wird aber schnell etwas langweilig. Intellektuellen Kitzel, Facettenreichtum und Nachklang würde man hier vergeblich suchen, so wie bei der meisten Rockmusik auch. ACDC ist dennoch klasse – das sei hier gesagt!

Bei Douglas, Flaconi und Cocopanda gibt es den Duft im Preissegment zwischen 29 und 37 Euro für 30 Milliliter.

 

Fünfter sein

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Wenn ich beim Einkaufen derzeit in einer der Schlangen stehe, kommt mir Ernst Jandls Gedicht in den Sinn. Hier eine Hommage, angepasst an die vergangenen und leider noch zukünfgigen Tage:

fünfter sein

tür auf

einer raus

einer rein

vierter sein

tür auf

einer raus

einer rein

dritter sein

tür auf

einer raus

einer rein

zweiter sein

tür auf

einer raus

einer rein

nächster sein

tür auf

einer raus

selber rein

tagherraldirewelidledekadmrossmannobi

Balsam für die Lippen

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(Die folgenden Produkte habe ich von meinem eigenen Geld ohne externen Auftrag gekauft und ich gebe hier meine persönliche Erfahrung wieder. Sollte ich meine Rezension aus rechtlichen Gründen trotzdem als „Werbung“ kennzeichnen müssen, tue ich dies hiermit.)

Seit L’Oréal die Logocos AG und somit die Marken Logona, Sante, Heliotrop und Neobio gekauft hat, ist es ein gutes Jahr her. Hat sich etwas Neues getan? Man weiß es nicht. Beim Bio-Supermarkt Naturata sind die Marken rausgeflogen. Alnatura, Basic, Denn’s Biomarkt und Müller führen die Produkte noch, allerdings nicht überall sämtliche Marken. Rossmann und dm vertreiben nur Produkte von Sante.

Bei diesen Lippenpflegestiften interessierte mich ein Vergleich zwischen der dm-Eigenmarke Alverde und Logona:

Die erste Auffälligkeit ist der Preisunterschied. Alverde: 1,25 €, Logona: 2,95 €.

Logona wirbt mit dem Vorhandensein von Hyaluronsäure, mithilfe derer „leichte Lippenfältchen“ geglättet werden sollen. So haben sie mich gekriegt: am Schlafittchen meiner Eitelkeit. Alverde wirbt mit einem Siegel von Öko-Test aus dem Jahr 2018. Da der Logona-Stift 2,36 mal teurer als der von Alverde ist, sollte er auch 2,36 mal so gut sein, oder? Aber wie macht man das fest?

Die Inhaltsstoffe beider Produkte sind vergleichbar. Erwähnenswert bei Alverde: Rizinusöl, Jojobaöl, Kokosöl, Candelillawachs, Bienenwachs, Carnaubawachs, Weizenkeimöl und Ringelblumenextrakt, der auch für die gelbe Färbung des Stifts sorgt.
Der Logona-Stift enthält Rizinusöl, Lackbaumwachs, Candelillawachs, Reiskleienwachs, Jojobaöl, Carnaubawachs, Kakaobutter, Sheabutter, Mandelöl, Leinölsäure, Hyaluronsäure und Sonnenblumenöl.

Die Preisfrage: Glättet der Pflegestift von Logona „leichte Lippenfältchen“? Eigentlich eine rhetorische Frage, denn jeder gewöhnliche Lippenpflegestift glättet alleine durch die enthaltenen Öle und Wachse „leichte Lippenfältchen.“ Der Stift von Logona hat, neben seinem höheren Preis noch ein paar Nachteile: Lippenpflege trage ich immer vor dem Schlafengehen dick auf, und leider fühlen sich meine Lippen am folgenden Morgen nicht so gut gepflegt und weich an wie mit dem Stift von Alverde. Der Logona-Stift hat außerdem einen sehr gewöhnungsbedürftigen, fast ranzig anmutenden Wachsgeruch und -geschmack, obwohl er laut Aufdruck noch bis April 2020 haltbar ist, und  fühlt sich von der Konsistenz etwas „grisselig“ an. Zu guter Letzt ist auch noch der Schraubmechanismus im Laufe der Benutzung auseinandergefallen, wie auf dem Foto zu sehen ist.

Fazit: Der Stift von Alverde pflegt besser, ist günstiger und die Hülse ist stabiler. Die Hyaluronsäure im Stift von Logona macht sich gut als Werbeversprechen, welches bei mir zumindest nicht eingelöst wurde. Aber es lebe der Glaube daran!

Noch ’ne Schicht

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„Layering“ ist in: Nach der Gesichtsreinigung wird ein Toner aufgetragen, danach ein Serum, dann ein Serum mit alternativen „Wirkstoffen“, gefolgt von vielleicht noch einem Serum, dann ein Gesichtsöl und schließlich die Creme. Man könnte dieses Ritual auf die Formel bringen: Je mehr Schichten Hautpflege, desto jünger das Aussehen der Haut, zumindest im Wunschdenken der Benutzerinnen.

Würde ich meine eigene Hautpflegeserie vertreiben, dann würde ich dieses Wunschdenken noch mit seriös wirkenden, nicht nachprüfbaren „wissenschaftlichen“ oder „klinischen Studien“ füttern. Die alternde Frau wird es schon fressen.

Aus ihrer „Hydro Effekt“-Reihe vertreibt die Firma Lavera ebenfalls ein Serum: Das HYDRO EFFECT SERUM. Darin sind wohlklingende und zum Teil exotisch anmutende pflanzliche Zutaten enthalten: Aloe-Vera-Saft, Pfirsichextrakt, Andornkrautextrakt und Algenextrakt.

Die gesamte Mischung bildet einen „ANTI-POLLUTION KOMPLEX aus natürlichen Anti-Oxidantien und Bio-Alge“, der die Hautzellen vor negativen Umwelteinflüssen wie Abgasen und Feinstaub schützen und „freien Radikalen“ entgegenwirken soll.

Der beworbene „Hydro-Effekt“ könnte durch die feuchthaltenden Inhaltsstoffe Glycerin, Sodum PCA („Feuchtigkeitsfaktor auf Zuckerbasis“), Hyaluronsäure und Xylit zumindest gefördert werden. Braunalge kann potenziell unsere Haut schützen. Vielleicht wurde daraus der Anti-Verschmutzungs-Effekt abgeleitet und in Szene gesetzt.

Aus insgesamt 38 verschiedenen Inhaltsstoffen besteht das Serum. Erste Stelle: Wasser, zweite Stelle: Alkohol. Auf Platz sieben kommt bereits „Parfum“. Wie viele andere Hautpflegeprodukte, enthält das HYDRO EFFECT SERUM Palmölderivate.

Seren versprechen das Extra-Plus an Pflege und sind seit ein paar Jahren aus dem Angebot für die Hautpflege nicht mehr wegzudenken. Dennoch bleibt ein Fragezeichen, da es sich bei einem Serum um ein „Leave-on“-Produkt handelt: Hätte man die hier wirksamen Stoffe nicht gleich in eine Creme einarbeiten können und sich somit den zusätzlichen, einigermaßen fragwürdigen „Pflegeschritt“ gespart? Müll würde damit ebenso verringert.

Besonders zu überzeugen scheint das Serum bei Verbrauchern auf der Internetseite Codecheck nicht. Dort haben Benutzer die Möglichkeit, ihre Erfahrung mit Produkten wiederzugeben, indem sie Vorteile und Nachteile eintippen. Diesen können andere Benutzer zustimmen oder widersprechen. 11 Vorteilen stehen hier 15 Nachteile gegenüber.

Yvonne Catterfeld ist das Gesicht der Werbekampagne für Lavera-Pflegeprodukte. Die Schauspielerin sieht so natürlich und sympathisch aus, dass man fast denken könnte, sie würde die Werbung aus reiner Überzeugung machen. Ein geschickt ausgewähltes Model ist sie allemal.

Inhalt: 30 Milliliter, Preis: ab 8,95 Euro

Licht der Freude

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Freude bei 39 Grad im Schatten heute. Wer Lust hat, bei dieser Hitze Parfum zu tragen: dieses hier ginge, na ja, vielleicht: ein sehr sommerlicher Duft, 2019 auf den Markt gekommen:

 

LIGHT di Gioia, Eau de Parfum
GIORGIO ARMANI

 

Er wird als „floraler holziger Moschusduft für Frauen“ vermarktet.

Kopfnote: sizilianische Bergamotte

Herznote: Jasmin-Absolue und Gardenie

Basisnoten: weißer Moschus und „edle Hölzer“

Riecht man am Sprühkopf des Flakons, ist die Bergamotte sehr dominant. Auf der Haut ist das Orangige eingebunden in eine cremige, blumige, verhalten holzige Komposition. Am wenigsten riecht der Jasmin einzeln heraus. In der Grundnote tritt der Moschus leicht in den Vordergrund. Insgesamt eine runde Melange.

LIGHT di Gioia ist ein angenehmer Sommerduft, der in der Basisnote an exotische Früchte erinnert und damit ein bisschen an „Omnia Paraiba“ von Bvlgari. Er ist einfach zu tragen, vielleicht etwas beliebig und verfliegt, im Gegensatz zum Werbeversprechen, das langes Anhalten verspricht, nach wenigen Stunden.

30 Milliliter sind im Handel ab rund 43 Euro erhältlich.

Würzige Rose

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WANT
DSQUARED2
Eau de Parfum

 

DSQUARED2 ist in erster Linie ein Modelabel für hochpreisige Kreationen im City-Lumpen-Stil und gehört den kanadischen Modedesignern und eineiigen Zwillingen Dean and Dan Caten, daher der Name „D hoch 2“.

WANT kam 2015 auf den Markt, angedacht als orientalisch-floraler Duft. Aurélien Guichard der Schweizer Firma Givaudan, dem weltweit größten Hersteller von Aromen und Duftstoffen, hat den Duft komponiert.

Kopfnote: Mandarine, Ingwer und rosa Pfeffer
Herznote: Damaszener-Rose, Heliotrop (auch Sonnenwende genannt) und Neroli (ein aus der Pomeranze gewonnenes ätherisches Öl)
Basisnote: Madagaskar-Vanille, Vanille-Absolue und Violettholz (ein wegen seiner Farbe so genanntes Holz aus Mittel- und Südamerika)

Subjektiver Eindruck:
Die würzig-süße, holzige Note dominiert. Mandarine und Ingwer sind gut eingebaut und als solche nicht einzeln herauszuriechen. Rosa Pfeffer ist zu erahnen und fügt dem Duft eine gewisse Schärfe zu.
Wie zu erwarten, tritt später etwas fruchtig Blumiges in den Vordergrund: die Rose zeigt sich. Neroli gibt dem Ganzen eine gewisse Spitze. Den süß-cremigen Geruch von Heliotrop dabei herauszufiltern, gelingt mir nicht. Heliotrop und Vanille haben zum Teil eine Geruchsüberschneidung, denn Heliotropin ist auch in geringer Menge im essentiellen Öl der Vanille enthalten. Im Basisduft macht sich die Vanille dann breit.
In allen Phasen ist für mich das Holz sehr deutlich wahrnehmbar. Wenn man näher an der aufgesprühten Stelle schnuppert, kratzt es ein bisschen im Hals.

Die Haltbarkeit von Want ist nicht besonders lang und auch seine Komplexität eher eine Kurzgeschichte als ein Roman – nach ein paar Stunden Tragezeit hat sich der Duft von meiner Haut bis auf eine winzige Ahnung von Vanille verabschiedet.

Wie auf dem Foto zu sehen, stimmt die Farbe des Parfums im Fläschchen nicht mit der Farbe auf der Abbildung des Originalflakons überein. Trotz durchgängiger Lagerung im Dunkeln ist nach etwa einem Jahr diese Umfärbung ins Lila eingetreten.

Fazit: Trotz seiner orientalischen Note hat das Parfum etwas Frisches und ist daher für Leute geeignet, die Rose, Vanille und Holz mögen und nach einem einfach zu tragenden, orientalischen Alltagsduft suchen.

Für Parfum-Sammler: Die Parfümerie Pieper und Parfumdreams führen den Duft noch. Bei Douglas und Flaconi ist er nicht mehr erhältlich.

30 Milliliter bei Parfümerie Pieper für rund 41 Euro, 50 Milliliter bei Parfumdreams für knapp 43 Euro.

Plöd

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(Die folgenden Produkte habe ich von meinem eigenen Geld ohne externen Auftrag gekauft und ich gebe hier meine persönliche Erfahrung wieder. Sollte ich meine Rezension aus rechtlichen Gründen trotzdem als „Werbung“ kennzeichnen müssen, tue ich dies hiermit.)

Aluminium in Deodorants ist in den letzten Jahren ziemlich in Verruf geraten. Der versprochene Nutzen, nämlich dass es die Schweißproduktion unterdrückt, kommt mit einem schweren Verdacht einher. Durch die Haut der Achselhöhlen aufgenommenes Aluminium soll das Risiko an Brustkrebs zu erkranken erhöhen. Daher sind die nicht so effektiven, jedoch gesundheitlich unbedenklicheren Deodorants ohne Aluminium wieder im Aufschwung. In den Drogeriemärkten gibt es inzwischen extra an den Deo-Regalen angebrachte Schildchen mit der Aufschrift: „ohne Aluminium“. Natürlich nur bei den Deos ohne Aluminium.

Zwei davon möchte ich hier vorstellen: eines aus der Kategorie Youtube Made Me Buy It, das andere von der Art The Design Made Me Buy It.

 

CD ist eine Marke der Lornamead GmbH mit dem deutschen Sitz in Norderstedt. Lornamead gehört zur MAIYUME Gruppe (ehemals LF Beauty), einem britischen Unternehmen, das Kosmetikprodukte entwickelt und herstellt. MAIYUME wiederum gehört zur Fung Group, einem chinesischen Lokistik-Unternehmen. Somit könnte die Bedeutung des Kürzels CD geklärt sein: eine Abkürzung für „Chinesisches Deo“…

Das CD FRISCHE DEO GRANATAPFEL verspricht „zuverlässigen 24h Deo-Schutz“. Es sei „[f]ür empfindliche Haut geeignet“, „Hautverträglichkeit dermatologisch bestätigt“. Auf Youtube halten Frauen dieses Fläschchen immer wieder in die Kamera und loben die Wirkung seines Inhalts – ein „Nachkaufprodukt“, heißt es. Da sollte folglich etwas dran sein, oder etwa nicht?

Gut, gut. Der Blick auf die Inhaltsstoffe: (denaturierter) Alkohol und Weintraubensamenextrakt: Sie helfen, das Wachstum von Mikroorganismen auf der Haut zu hemmen. Letzterer wirkt auch hautschützend. Triethylcitrat parfümiert, Glycerin hält die Hautfeuchtigkeit, Granatapfelextrakt wirkt hautpflegend. Damit alle Komponenten zusammenhalten und auf der Haut einen Film bilden, wurde Hydroxypropylcellulose hinzugefügt. Noch die glorreichen Vier zur Parfümierung: Citral, Coumarin, Limonene und Linalool. Zack.

Ist das Deo für empfindliche Haut geeignet? Kommt darauf an, wie leidensfähig man ist. Bei mir brennt es nach dem Auftragen, was vom hohen Alkoholgehalt herrührt. Sorgt es rund um die Uhr für zuverlässigen Schutz vor Schweißgeruch? Nein.

Dazu muss man wissen: die Fähigkeit im Menschen, Schweißgeruch überhaupt wahrzunehmen, schwankt individuell beträchtlich. Dies hat möglicherweise genetische Gründe, aber es gibt Leute, die bei ansonsten intaktem Geruchssinn Schweißgeruch nicht wahrnehmen können. Am anderen Ende der Skala stehen die Leute, zu denen leider ich gehöre, die auf Schweißgeruch sehr empfindlich reagieren, sowohl bei anderen als auch bei sich selbst.

Mein Fazit: Wenn ich das CD „Frische-Deo“ am Morgen nach dem Waschen oder Duschen aufgetragen habe, rieche ich am Abend deutlich nach Schweiß. Daher halte ich das Deo nur für Menschen geeignet, die Schweißgeruch sowieso nicht so schlimm finden und eine robuste Haut haben.

50 Milliliter kosten circa 1,35 Euro.

Ein Gegenstück, was die Unternehmensgröße betrifft, ist GREENDOOR Naturkosmetik. Auf deren Website kann man das Firmengebäude auf der grünen Wiese im oberbayerischen Hurlach betrachten und die Information finden, dass GREENDOOR eine Gesellschaft mit beschränkter Haftung von Sabine und Stefan Puchmayr ist. Sabine ist „examinierte Krankenschwester“ und Stefan „aus dem Lebensmittelbereich“. Das Unternehmen hat insgesamt 35 Mitarbeiter. Eigentlich unterstützenswert, oder?

Inhaltsstoffe der GREENDOOR Deo Creme:

Die desodorierende Wirkung soll hier vom Sodium Bicarbonate, (Natriumhydrogencarbonat) kommen, das es ein paar Regale weiter im Laden auch in Reinform zu kaufen gibt, nämlich als „Natron“. Ich habe schon öfter damit gebacken (nicht mit dem Deo, sondern mit Natron), denn bei Temperaturen oberhalb 50 Grad Celsius zersetzt es sich und setzt Kohlenstoffdioxid frei: lockerer Teig ist die Folge.

Für Natron gibt es jede Menge Anwendungen. In diesem Sommer werde ich versuchen, damit meinen Ameisen auf dem Balkon an den Kragen zu gehen. Aber ich schweife ab.

Natron kann unter anderem Säuren und Gerüche neutralisieren, es wirkt außerdem hautschützend.

Hauptbestandteil der Deocreme ist Babassusamenöl aus kontrolliert biologischem Anbau. Im Zusammenklang mit Sheabutter, Kakaobutter, Sojaöl und Aloe-Vera-Extrakt soll es die Haut pflegen und geschmeidig machen. Zinkoxid hat eine UV-absorbierende und filternde Wirkung, was man unter der Achsel vielleicht nicht in erster Linie braucht, aber es schützt ebenso die Haut. Als Konservierungsmittel dient hier Vitamin E, da es Reaktionen hemmt, die durch Sauerstoff gefördert werden. Zu guter Letzt ist ein nicht weiter deklariertes „Parfum“ enthalten, vom Charakter pudrig, das ein bisschen an den typischen Nivea-Geruch erinnert.

 

Wirkung: Auf der Umverpackung steht, dass „[s]pätestens nach dem 2. Tag kein Schweißgeruch mehr“ sei. Ist das so? Eindeutig: nein. Die vielen positiven Bewertungen im Internet kann ich nur darauf zurückführen, dass diese Menschen wie oben erwähnt Schweißgeruch nicht besonders gut wahrnehmen können.

Insgesamt gibt es an diesem Deo nur einen Vorteil: Es brennt nicht auf der Haut. Na ja, vielleicht einen weiteren: das Design der Dose ist sehr ansprechend, so dass ich mir das Produkt gekauft habe und zwar bei einem Preis von knapp 8 Euro für 50 Milliliter. Im Zentrum der Dose wächst eine Art Lebensbaum mit integrierter, filigraner Tänzerin: die Allegorie des Wohlgeruchs. Links davon ein Siegel: Dr. rer. nat. Iris Eschenbacher hat geprüft; wir wissen nicht, wer sie ist und was sie geprüft hat, aber es war bestimmt wichtig.

Für die erzielte Wirkung, nämlich so gut wie keine, ist der Preis eindeutig zu hoch. Mein Glückwunsch geht an die Firma, dass sie es geschafft hat, einen Teil ihrer Produktlinie bei dm zu listen, denn durch die Marktmacht und Präsenz von dm lockt ein guter Absatz – insofern man nicht aus der Gnade des Giganten fällt.

Die Handhabung ist umständlich. Man muss das Produkt mit den Fingern oder einem Spatel entnehmen und eine „1-Cent-Stück große Menge“ mit der Hand großzügig in den Bereich der Achselhöhlen einarbeiten. Tut man dies nicht gründlich genug oder verwendet zu viel Produkt, können die Poren verstopfen. Rötungen oder Entzündungen sind die Folge. Mir selbst ist das am Anfang mehrfach passiert. Mittlerweile habe ich es im Griff. Wie misst man eigentlich mit den Fingern die Menge einer 1-Cent-Münze?

Weiterer Nachteil: Man muss sich nach dem Auftrag die Hände waschen, wenn man kein Deo daran kleben haben möchte.

Und zu guter Letzt: Über einer Temperatur von 28 Grad schmilzt die Creme, was in meinem Bad im vergangenen Sommer eingetreten ist. In dem Fall soll das Produkt vor der Anwendung sogar in den Kühlschrank.

Fazit:
Werde ich die Deocreme aufbrauchen? Wenn mir nichts besseres, dennoch ungefährliches über den Weg läuft, ja. Werde ich sie nachkaufen? Nein. Hauptgrund für meinen Aufbrauchwunsch: Ich will das Döschen!

 

(Nachtrag: Das Deo hat meine Haut unter den Achseln inzwischen so ausgetrocknet, dass ich es absetzen muss.)

Schöne Augen machen

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DADO SENS
DERMACOSMETICS
Pro Balance
Sanftes Augenfluid

 

Diese Augenpflege verspricht, dunkle Augenschatten und Schwellungen zu mildern, und zwar mithilfe von „Bio-Wirkstoffen“ wie Koffein, Macadamianussöl und Pflaumenkernöl, „dermatologisch erwiesen.“
Das ideale Produkt für mich, denn in puncto Augenschwellungen bin ich ein Supermodel.

Produkte der Firma Dado Sens sind im Bereich der Naturkosmetik angesiedelt, jedoch ohne die sonst üblichen Zertifizierungen. Das auf der Packung rechts unten aufgedruckte „Siegel“ ist Marke Eigenbau. Seitlich auf der Packung finden sich dennoch zwei offizielle Siegel für „Nachhaltigkeit“ (cse und Eco Control). Siegel hin oder her: Am Ende muss das Produkt selbst überzeugen.

Das Fluid hat einen sehr eigenen, medizinisch anmutenden Geruch, ist wie zu erwarten recht flüssig und zieht  schnell in die Haut ein. Während der Anwendung im Zeitraum von mehreren Monaten habe ich das Produkt hervorragend vertragen, es verursachte keinerlei Reizung. Aber wie war es mit der versprochenen Wirkung?

Meine Augenpartie sieht nun aus wie die von Bambi… Nein! Schön wär’s, oder… ach, egal! Wie immer stirbt bei solchen Produkten die Hoffnung zuletzt, und jetzt ist die Tube leer. Daher lohnt sich ein Blick auf die Liste der Inhaltsstoffe.

Glaubt man den Angaben auf der Seite von http://www.haut.de, dann haben weder Koffein noch Macadamianussöl noch Pflaumenkernöl eine abschwellende Wirkung. Sie sind keineswegs schlecht, sondern halten die Haut in einem guten Zustand (Koffein, Pflaumenkernöl) und glätten sie/ machen sie geschmeidig (Macadamianussöl). Vom beworbenen Koffein ist nicht besonders viel drin: bei insgesamt 34 Inhaltsstoffen steht es auf Platz 28. Man könnte sich fragen, warum es überhaupt zum Einsatz kam, denn häufig wird Koffein Kosmetikprodukten beigemischt, um einen unerwünschten Eigengeruch zu verringern oder zu hemmen. Na ja.

Darüber hinaus finden sich schöne Inhaltsstoffe, die der Haut Gutes tun und einer Erwähnung wert sind:
Öl von weißen Sumpfblumensamen, Leindotteröl, Fuchsschwanzextrakt (nicht vom Tier – von der Pflanze!) und Panthenol halten die Haut in einem guten Zustand. Glycerin bewahrt die Hautfeuchtigkeit, Kakaobutter pflegt die Haut, Allantoin schützt sie und lindert Reizungen. Eine Mischung von pflanzlichen Ölen und etwas Sojaöl machen die Haut glatt und geschmeidig. Glimmer sorgt für ein strahlendes Finish.

Und was macht meine Schwellungen weg? Der einzige unter dem Aspekt nennenswerte Inhaltsstoff, der im Werbetext leider keine Erwähnung findet, ist Rhabarberwurzelextrakt. Er wirkt adstringierend, das heißt er zieht die Haut zusammen und verdichtet so die Hautoberfläche.

Ach, es ist ein Leid! Wie war das mit der dermatologisch erwiesenen Wirkung? Auf der Homepage von Dado Sens findet sich leider kein Hinweis, wer der Dermatologe war und wer ihn bezahlt hat. Aber 72 Frauen trugen in einem Testzeitraum von vier Wochen das Augenfluid auf und kamen zu einem Ergebnis von 4, 5 von 5 Punkten. Ein paar der Probandinnen waren also nicht zufrieden, gell? Die Frage ist auch: Inwieweit wurden dunkle Augenschatten gemildert (wahrscheinlich, denn das Produkt enthält Glimmer) und inwieweit wurden Schwellungen gemildert?

Die Testpersonen bekamen das Produkt sicherlich unentgeltlich zur Verfügung gestellt, was bekanntermaßen überhaupt keinen Einfluss auf die Bewertung hat. Offen bleibt, wie das Ergebnis der Zufriedenheit ausgesehen hätte, wenn sich die 72 Frauen das Augenfluid hätten selbst kaufen müssen.

15 Milliliter kosten knapp 16 Euro, folglich kosten 100 Milliliter 106 Euro. Aber es reicht ja eine Weile.

Hand und Fuß

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Aus dem letzten Italienurlaub mitgebracht:

Bottega Verde
OLIVO
CREMA MANI PELLI MATURE
Con olio d’Oliva di Palazzo Massaini

Für reife Haut also und mit Olivenöl aus der Toskana.

Bottega Verde: „Natura Italiana“ aus Pienza in der Toskana, 1972 gegründet, ist spezialisiert auf Kosmetik aus „natürlichen Wirkstoffen“ für Gesicht, Körper und Haare, auch Düfte und Make-up. Laut Aussage auf der Firmen-Homepage Italiens Nummer eins in Herstellung und Handel mit Kosmetika aus natürlichen Wirkstoffen.

Die Angabe auf der Vorderseite der Tube, dass 96% der Inhaltsstoffe natürlichen Ursprungs sind, soll das noch einmal unterstreichen. Diese Art von Angaben sind in letzter Zeit ausgesprochen in Mode und typisch für den üblichen „Werbesprech“: Denn gibt es Inhaltsstoffe, die nicht natürlichen Ursprungs sind? Nein. Der URSPRUNG ist immer natürlich. Was daraus produziert wird, ist eine andere Geschichte.

Die Creme kommt relativ flüssig aus der Tube, und sofort verbreitet sich ihr intensiver Geruch. Auf der Website wird er als „grün, blumig und zart“ beschrieben. Vielleicht kann man jemanden auch mit der Faust zart streicheln – dieser Geruch jedenfalls setzt sich durch. Er ist an sich schön,  jedoch heftig. Neben dem Blumengedöns, das etwas in die Nase sticht, riecht die Shea-/ Karitébutter heraus, die das Ganze zu einem warmen, an weiße Schokolade erinnernden Bild abrundet.

An zweiter Stelle der Inhaltsstoffe nach dem Wasser steht Glyzerin, der Feuchtigkeitsspender Nummer eins in Pflegeprodukten. Olivenöl ist wie zu erwarten enthalten, sogar in mehrfacher Form. Erwähnenswert außerdem Allantoin, welches die Zellregeneration beschleunigen und die Haut geschmeidig machen soll.

Vor lauter Natürlichkeit mussten jedoch jede Menge Emulgatoren eingebracht werden: Cetearyl Alcohol (Nr. 3 der Inhaltsstoffe), Stearic Acid (Nr. 4), Glyceryl Laurate (Nr. 8), Glyceryl Oleate (Nr. 9) und Glyceryl Stearate (Nr. 10).

Die Wirkung der Creme ist sehr gut. Als Handmaske über Nacht angewandt bekomme ich damit trockene und raue Stellen hervorragend in den Griff. Sie pflegt außerdem bestens die Fingernägel, so dass Bruch minimiert wird.

In Deutschland betreibt Bottega Veneta keine Ladengeschäfte. Online ist diese Creme derzeit nicht verfügbar. Meine E-mail-Anfrage wurde hart ignoriert, was ich nicht anders erwartet hätte. Macht aber nichts, denn es gibt noch mehr zu testen.

Dem Verpackungsdesigner ist es zu verdanken, dass ich die folgende Handcreme gekauft habe:

DR. KONOPKA’S
little herbal company
PROTECTIVE
HAND CREAM

Für mich strahlt die Aufmachung eine romantische Art von Natürlichkeit aus, etwas Ursprüngliches, Ehrliches. Einmal das genau, bitte!

Aufgedruckt, wie bei der vorherigen Creme, eine Prozentangabe: 98,9% der Inhaltsstoffe sind natürlichen Ursprungs. Die Kommastelle bringt es, denn hier wurde ganz exakt gemessen oder so ähnlich. Die Creme hat außerdem ein Siegel von Cosmos Natural, gehört somit zur zertifizierten Naturkosmetik. Das Tubenmaterial ist aus beschichtetem Aluminium.

Dr. Konopka’s ist eine Marke der estnischen Firma Eurobio Lab, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, die Rezepturen eines Apothekers aus Tallinn in modernisierter Formulierung wieder aufleben zu lassen. Dr. Konopka entwickelte und vertrieb vor rund 85 Jahren mit angeblich großem Erfolg in seiner Apotheke Körper- und Haarpflegeprodukte aus natürlichen Ingredienzen. Daher ist die nostalgische Verpackung Programm.

Laut Angabe ist die Creme „für alle Hauttypen“ geeignet. Daraus folgere ich aus Erfahrung, dass sie bei trockener Haut nicht reichhaltig genug ist, und so ist es auch, zumindest im Winter. Nach dem dicken Eincremen vor dem Schlafengehen habe ich am nächsten Morgen raue Stellen an den Fingerkuppen.

An zweiter und dritter Stelle der Inhaltsstoffe stehen, nach dem Wasser, gleich zwei Emulgatoren, nämlich Cetearyl Alkohol und Glycerylstearat. Als pflegende Substanz findet sich Shea-/ Karitébutter. Glyzerin soll das Feuchthaltevermögen der Haut verbessern. Sibirisches Kiefernöl, Himbeersamenöl, Sonnenblumenöl wirken glättend. Lavendelöl soll für Wohlgeruch sorgen, Moltebeerenfruchtextrakt und Vitamin E der Oxidation und dem Ranzigwerden entgegenwirken.

Mit dem Wohlgeruch ist es so eine Sache. Wahrnehmbar sind die Kiefer und der Lavendel, die zusammen eine eigenartige medizinische Anmutung ergeben: Assoziation zu Fluren im Altenwohnheim. Aber man gewöhnt sich daran. Tja.

Bemerkenswert ist außerdem die Farbe der Creme, die aus CI 77007 (Ultramarin), CI 77491 (Eisenoxidrot) und den anderen Salbengrundstoffen gemischt wurde und so ein blassgräuliches Lila ergeben hat, das ziemlich genau der Farbe der Verpackung entspricht. Ein Gesamtkunstwerk fast schon.

Fazit: Wer keine allzu trockene Haut an den Händen hat und auf kräuterig-medizinische Gerüche steht, ist mit der Apotheker-Gedächtniscreme gut bedient.

Von der Wirksamkeit am meisten überzeugt hat mich die

BIOTURM
CALENDULA
SALBE
SENSIBLE HAUT

 

Vermarktet wird die Creme der deutschen Firma Bioturm als „Allwetterpflege für Babys und Kinder“. Ich habe sie, auch wenn ich kein Baby mehr bin, als Handmaske und Fußcreme verwendet. Sie enthält Jojobaöl, das genau genommen kein Öl, sondern ein Pflanzenwachs ist und das vor Austrocknung schützt, außerdem leicht entzündungshemmende Eigenschaften hat. Sonnenblumenöl soll die Haut glätten, Glyzerin und Magnesiumstearat spenden Feuchtigkeit. Der firmenspezifische „Lacto-intensiv Wirkkomplex“, eine fermentierte Molke, soll die Hautflora und den Säureschutzmantel positiv beeinflussen. Als Emulgator und Filmbildner wirkt hier Bienenwachs. Dem beworbenen Calendula- oder Ringelblumenextrakt wird eine wundheilende und entzündungshemmende Wirkung zugeschrieben. Von der Ringelblume hat diese Creme auch ihre gelbe Einfärbung und ihren Geruch. Es sind ansonsten keine Farbstoffe und keine Parfumstoffe zugefügt. Zur Konservierung dient Vitamin E.
Insofern keine Allergie gegen Korbblütler besteht, ist dies eine Creme, die per se für sensible Haut gut geeignet ist.

Aber es gibt ein paar „Bémols“: Durch die gelbe Einfärbung und die Tatsache, dass es sich um eine reichhaltige Creme handelt, die zunächst einen Fettglanz auf der Haut hinterlässt, würde ich die Creme nicht fürs Gesicht empfehlen, außer man wünscht sich diesen Gelbstich. Zum anderen ist der Eigengeruch der Ringelblume recht dominant. Mich hat er nicht sehr gestört, aber mein Partner beschrieb den Geruch so: „eine Mischung aus Gemüse und Kinderkacke“. Witzigerweise sieht der Stuhl von Stillkindern ein bisschen so aus …

Überarbeiten sollte Bioturm meiner Meinung nach die Verpackung. Nachdem die Kunststoff-Tube soweit entleert war, dass ich trotz „Klopfen“ nichts mehr entnehmen konnte, schnitt ich die Tube auf, und siehe da: im Inneren befand sich noch Produkt, das für sechs Tage reichlich Eincremen gereicht hat.

Fazit: Eine Creme, die bei mir ausgezeichnet gegen trockene Haut an Händen und Füßen geholfen hat. Wenn man den Geruch von Calendula-Extrakt abhaben kann, eine Empfehlung.